3 Tage Amsterdam Region – von Amsterdam über Haarlem und Zaanstrek für Genießer


Zaanse Schans Zaanstreek

Der schönste Roadtrip rund um Amsterdam für Genießer


Haarlem, Zaanstreek & Amsterdam – drei genussvolle Tage voller Geschichte, Kulinarik und niederländischer Lebensart

Amsterdam kennt jeder. Doch nur wenige Kilometer außerhalb der Hauptstadt beginnt eine Region, die mindestens genauso faszinierend ist – und dabei deutlich entspannter.

Wer einen Städtetrip nach Amsterdam plant, sollte sich unbedingt ein paar Tage mehr Zeit nehmen. Denn rund um die niederländische Hauptstadt warten historische Städte, beeindruckende Windmühlen, traditionsreiche Manufakturen und eine überraschend vielseitige Genusslandschaft darauf, entdeckt zu werden. Haarlem begeistert mit mittelalterlichem Charme und kreativer Gastronomie, die Zaanstreek erzählt die Geschichte der niederländischen Industrie und in Amsterdam selbst bildet das berühmte Grachtenviertel den perfekten Abschluss eines abwechslungsreichen Kurztrips.

Das Beste daran: Für diesen Roadtrip wird nicht einmal ein Auto benötigt.

Mit KLM geht es bequem zum Flughafen Amsterdam Schiphol, einem der wichtigsten Drehkreuze Europas. Von dort verbindet der niederländische NS Sprinter den Flughafen innerhalb weniger Minuten mit dem Amsterdam Centraal. Wer anschließend weiter nach Haarlem fährt, erreicht die historische Stadt in rund 15 Minuten. Die Tickets kosten – je nach Verbindung – lediglich rund sechs Euro pro Strecke. Dank der hervorragend ausgebauten Bahnverbindungen lassen sich sämtliche Stationen dieses Roadtrips komfortabel und nachhaltig mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

Gerade für einen verlängerten Wochenendtrip ist die Amsterdam Region deshalb eines der spannendsten Reiseziele Europas.

[Bezahlte Werbepartnerschaft]


Tag 1: Haarlem – Historisches Flair, versteckte Innenhöfe und eine der spannendsten Genussstädte der Niederlande


Wunderschönes Haarlem bei Sonnenuntergang. re. Molen De Adriaan

Wer Amsterdam besucht, sollte sich unbedingt einen Tag Zeit nehmen, um Haarlem kennenzulernen. Nur rund 20 Kilometer westlich der niederländischen Hauptstadt gelegen, verbindet die ehemalige Handelsstadt alles, was einen gelungenen Städtetrip ausmacht: beeindruckende Geschichte, kulturelle Highlights, ausgezeichnete Gastronomie und eine entspannte Atmosphäre, die man in Amsterdam selbst oft vergeblich sucht.

Dank der hervorragenden Bahnverbindungen ist Haarlem in weniger als 20 Minuten vom Amsterdam Centraal erreichbar. Wer direkt am Flughafen Schiphol landet, kann sogar ohne Umweg starten. Ein Mietwagen ist für diesen Roadtrip nicht nötig – die gesamte Route lässt sich bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

Schon nach wenigen Schritten durch die historische Altstadt wird klar, warum Haarlem von vielen Niederländern als eine der schönsten Städte des Landes bezeichnet wird. Kopfsteinpflaster, kleine Grachten, liebevoll restaurierte Giebelhäuser und zahlreiche unabhängige Geschäfte verleihen der Stadt ihren besonderen Charakter. Anders als Amsterdam wirkt Haarlem deutlich ruhiger und authentischer – ideal, um sich einfach treiben zu lassen.

Eine Stadt voller Geschichte

Haarlem erhielt bereits im Jahr 1245 die Stadtrechte und entwickelte sich im Goldenen Zeitalter zu einer der wohlhabendsten Städte der Niederlande. Bierbrauereien, Tuchhandel und bedeutende Druckereien machten Haarlem über Jahrhunderte zu einem wirtschaftlichen Zentrum. Gleichzeitig zog die Stadt Künstler, Wissenschaftler und Kaufleute an.

Heute erinnert noch vieles an diese Zeit. Mittelpunkt der Altstadt ist der Grote Markt, einer der schönsten Plätze des Landes. Hier erhebt sich die imposante Grote oder St.-Bavokerk, deren berühmte Müller-Orgel bereits von Wolfgang Amadeus Mozart gespielt wurde. Rund um den Platz laden historische Cafés, kleine Restaurants und Wochenmärkte zum Verweilen ein.

Wer Haarlem besucht, sollte sich jedoch nicht nur auf die bekannten Sehenswürdigkeiten konzentrieren. Gerade die versteckten Gassen machen den besonderen Reiz der Stadt aus.

Groote Markt, Haarlem

Hofje van Bakenes

Teylers Hofje

Die Hofjes – Haarlems schönstes Geheimnis

Kaum eine andere niederländische Stadt besitzt so viele historische Hofjes wie Haarlem. Hinter schlichten Holztüren verbergen sich grüne Innenhöfe, kleine Häuser und gepflegte Gärten – wahre Oasen der Ruhe mitten im Stadtzentrum.

Diese Hofjes entstanden bereits ab dem Mittelalter als soziale Wohnanlagen für ältere oder alleinstehende Frauen und werden teilweise bis heute bewohnt.

Zu den schönsten gehört das Teylers Hofje, dessen gepflegter Garten und symmetrische Architektur einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte dieser besonderen Wohnform geben.

Nicht weniger sehenswert ist das Hofje van Bakenes, das bereits 1395 gegründet wurde und damit als ältestes erhaltenes Hofje der Niederlande gilt. Wer durch das schmale Eingangstor tritt, vergisst für einen Moment völlig den Trubel der Stadt.

Gerade diese versteckten Orte machen Haarlem zu einer Stadt, die man nicht einfach nur besichtigt, sondern entdeckt.

Das älteste Museum der Niederlande

Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich mit dem Teylers Museum ein weiteres kulturelles Highlight. Es wurde bereits 1784 eröffnet und gilt als das älteste Museum der Niederlande.


Haarlem schmeckt – eine Stadt für Genießer

In den vergangenen Jahren hat sich Haarlem zu einer der spannendsten Genussdestinationen der Niederlande entwickelt. Besonders rund um Botermarkt, Oude Groenmarkt, Warmoesstraat, Gierstraat und Kleine Houtstraat reiht sich ein kulinarischer Geheimtipp an den nächsten. Kleine Kaffeeröstereien, traditionelle Bäckereien, Feinkostläden, Käsegeschäfte und Weinhandlungen prägen das Straßenbild und laden dazu ein, regionale Spezialitäten zu entdecken.

Ein absolutes Muss ist dabei eine Verkostung des Nieuwe Hollandse Haring. Auf dem Grote Markt oder an einem der traditionellen Fischstände wird der junge Matjeshering klassisch mit fein gehackten Zwiebeln und Gewürzgurken serviert. Für viele Niederländer gehört diese Spezialität zum Sommer wie Spargel oder Erdbeeren in Deutschland. Wer sich traut, probiert den Hering ganz traditionell am Schwanz haltend – oder genießt ihn ganz entspannt als Filet im Brötchen.

Auch die Weinliebhaber kommen nicht zu kurz

Nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt befindet sich mit Wijnhandel Okhuysen eine der renommiertesten Weinhandlungen der Niederlande.

Das Familienunternehmen besteht seit 1867 und zählt zu den bekanntesten Weinimporteuren des Landes. Besonders beeindruckend ist der historische Weinkeller, in dem seit Generationen hochwertige Weine aus Frankreich, Deutschland, Italien und vielen weiteren Weinregionen lagern. Wer sich für Wein interessiert, sollte hier unbedingt vorbeischauen – allein die Atmosphäre des historischen Kellers ist einen Besuch wert.

Ruhiges Haarlem

Nieuwe Hollandse Hering am Groote Markt probieren

Weinhandlung Okhuysen mit historischem Keller


Haarlem vom Wasser erleben

Eine der schönsten Möglichkeiten, Haarlem kennenzulernen, ist ein Perspektivwechsel aufs Wasser. Während sich viele Besucher ausschließlich durch die Altstadt treiben lassen, zeigt sich die Stadt von ihren Grachten und Kanälen noch einmal von einer ganz anderen Seite.

Mit den stilvollen Booten von Luxesloepen Haarlem geht es gemütlich über die historischen Wasserwege vorbei an prächtigen Kaufmannshäusern, alten Lagergebäuden und kleinen Brücken, die vom Wasser aus oft noch beeindruckender wirken als zu Fuß. Besonders angenehm: Die Touren können auf Wunsch mit einem liebevoll zubereiteten Lunch kombiniert werden. So wird die Bootsfahrt nicht nur zu einer Stadtbesichtigung, sondern zu einer entspannten Genussreise durch Haarlem.

Gerade an sonnigen Tagen gehört eine Grachtenfahrt deshalb zu den schönsten Erlebnissen der Stadt und zeigt einmal mehr, warum Haarlem häufig als die entspanntere Alternative zu Amsterdam gilt.

Mehr Informationen:
https://luxesloepenhaarlem.nl


Hoch hinaus in der KoepelKathedraal

Während die meisten Besucher automatisch die St.-Bavo-Kirche auf dem Grote Markt ansteuern, zählt die KoepelKathedraal Haarlem für viele Einheimische zu den beeindruckendsten Bauwerken der Stadt. Die monumentale Kathedrale, offiziell Kathedrale Basiliek Sint Bavo, gehört zu den bedeutendsten Kirchen Europas, die zwischen 1850 und 1950 errichtet wurden. Mit ihren mächtigen Kuppeln, kunstvollen Mosaiken und farbenprächtigen Glasfenstern ist sie ein architektonisches Meisterwerk.

Ein besonderes Highlight ist die sogenannte „Klim door de Tijd“-Tour. Über rund 250 Stufen – je nach Tour werden etwa 254 Stufen gezählt – führen schmale Wendeltreppen hinauf durch Gewölbe, Glockenstube und historische Dachkonstruktionen bis in den Turmbereich der Kathedrale. Oben angekommen eröffnet sich ein spektakulärer Blick über Haarlem bis hin zu den Dünen und der Nordsee. Der Aufstieg ist durchaus sportlich, wird aber mit einem der schönsten Panoramen der gesamten Region belohnt.

Mehr Informationen:
https://koepelkathedraal.nl


Ein Wahrzeichen am Ufer der Spaarne

Bevor der Tag in Haarlem zu Ende geht, lohnt sich noch ein kurzer Abstecher zur Molen De Adriaan (Bild am Anfang des Artikels). Die markante Windmühle erhebt sich direkt am Fluss Spaarne und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich wurde sie 1779 erbaut, nach einem verheerenden Brand originalgetreu rekonstruiert und beherbergt heute ein kleines Museum. Bei einer Führung geht es über mehrere steile Treppen bis auf die Galerie der Mühle. Von dort eröffnet sich ein wunderschöner Blick über die Dächer Haarlems und den Fluss – ein perfekter Ort für ein Erinnerungsfoto und ein stimmungsvoller Abschluss eines Tages voller Geschichte und Genuss.


Dinner über den Dächern der Stadt

Den perfekten Abschluss eines Tages in Haarlem bildet das DeDAKKAS.

👉 https://www.dedakkas.nl

Das nachhaltige Rooftop-Restaurant befindet sich auf dem Dach eines Parkhauses und zählt zu den außergewöhnlichsten Restaurants der Niederlande. Von der großzügigen Terrasse reicht der Blick über die Dächer Haarlems bis zu den Dünen der Nordsee. Gekocht wird mit saisonalen Zutaten regionaler Produzenten, ergänzt durch Naturweine, lokale Biere und kreative vegetarische Gerichte. Wer Haarlem kulinarisch erleben möchte, findet hier den perfekten Ort, um den Tag bei Sonnenuntergang ausklingen zu lassen.

Craft Beer gehört zu Haarlem

Neben Wein besitzt Haarlem auch eine lebendige Craft-Beer-Szene. Die bekannteste Adresse ist die Jopenkerk – eine ehemalige Kirche, die heute Brauerei, Restaurant und Treffpunkt zugleich ist.

Hier entstehen die preisgekrönten Jopen-Biere direkt hinter der Bar. Besucher können verschiedene Sorten probieren, an Beer-Food-Pairings teilnehmen oder einfach die besondere Atmosphäre der ehemaligen Kirche genießen. Jopen hat maßgeblich dazu beigetragen, Haarlem als eine der spannendsten Bierstädte der Niederlande zu etablieren.

Tipp: Im DeDAKKAS findet ihr eine umfassende regionale Craft Beer Karte. Also unbedingt probieren!


Stilvoll übernachten im Metzlr House

Nur wenige Gehminuten entfernt liegt das Metzlr House, ein Designhotel auf dem ehemaligen Gelände der historischen Koepelgevangenis. Das Boutiquehotel verbindet denkmalgeschützte Architektur mit modernem Interieur und bildet den idealen Ausgangspunkt, um Haarlem zu Fuß zu erkunden. Die Zimmer sind schnuckelig und beim Frühstück kann man aus verschiedenen á la carte Optionen wählen.

Insiderwissen: Das Hotel und der dazugehörige Kuppelbau dienten früher als Gefängnisanlage. Heute wird ein Teil der Anlage als Hotel und Restaurant genutzt, der Teil mit der Kuppel – sehr beedindruckend – dient als modernes Mehrzweck Gebäude. Unter anderem befinden sich Büroräume und ein Kino im Gebäude. Spannend: Ein Nachbau der Gefängniszelle von der Freiheitskämpferin Hanne Schaft befindet sich ebenfalls hier.

👉 https://www.metzlrhouse.com

Weitere Informationen zu allen Spots:
https://www.visithaarlem.com

Tag 1 – Haarlem – Timetable:

  • Vormittag: Bummel durch die Altstadt und die vielen schönen Gassen | Hofjes | Windmühle | Nieuwe Hering probieren am Groote Markt
  • Mittag: Bootsfahrt mit Lunch
  • Nachmittag: De Koepelkathedraal mit atemberaubender Aussicht | evtl. Teylers Museum oder Craft Bier Brauerei
  • Abend: Dinner und Drinks mit Aussicht im De DAKKAS

Tag 2 – Die Zaanstreek – Wo Windmühlen, Schokolade und Handwerkskunst die niederländische Geschichte prägten


Nur wenige Bahnminuten nördlich von Amsterdam verändert sich das Landschaftsbild schlagartig. Moderne Stadtviertel weichen grünen Holzhäusern, schmalen Wasserwegen und den charakteristischen Windmühlen, die seit Jahrhunderten das Bild der Zaanstreek prägen. Was heute zu den beliebtesten Ausflugszielen rund um Amsterdam zählt, war einst das wirtschaftliche Herz der Niederlande.

Bereits im 17. Jahrhundert entwickelte sich die Region entlang des Flusses Zaan zur ersten industriellen Landschaft Europas. Mehr als 1.000 Windmühlen mahlten Gewürze, sägten Holz für den Schiffbau, produzierten Farben oder pressten Speiseöl. Die Nähe zum Wasser, der stetige Wind und der florierende Handel der Vereinigten Ostindischen Kompanie machten die Zaanstreek zu einem Motor des niederländischen Goldenen Zeitalters. Noch heute begegnet man dieser Geschichte auf Schritt und Tritt – allerdings längst nicht nur in Museen.


Zaandam – Tradition trifft moderne Architektur

Der perfekte Ausgangspunkt für die Region ist Zaandam. Schon beim Verlassen des Bahnhofs fällt der Blick unweigerlich auf das spektakuläre Inntel Hotels Amsterdam Zaandam. Seine Fassade besteht aus nahezu 70 übereinandergestapelten traditionellen Zaan-Häusern und verbindet auf spielerische Weise regionale Architektur mit modernem Design. Längst ist das Hotel selbst zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden.

👉 https://www.inntelhotelsamsterdamzaandam.nl

Tipp für Foodies: Bucht euch unbedingt ein Zimmer zum Thema ‚Food‘. Es gibt verschiedene coole Themenzimmer zu regionalen Produkten – von Schokolade bis Senf. Mein Zimmer stand unter dem Motto ‚Schokolade‘ – wie passend!

Das Hotel verfügt auch über einen Swimmingpool und ein kleines Spa. Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Sogar den beliebten Hagelslag gibt es hier leinen Pakungen. Hagelslag gehört in den Niederlanden seit Generationen zum Frühstück: Die feinen Schokoladenstreusel werden traditionell auf eine mit Butter bestrichene Scheibe Brot gestreut und sind bei Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Wer ein typisch niederländisches Frühstück erleben möchte, sollte diesen süßen Klassiker unbedingt einmal probieren.

Vom Hotel aus erreicht man die meisten Sehenswürdigkeiten bequem mit dem Fahrrad, dem Bus oder sogar zu Fuß.


Die Zaanse Schans – Mehr als das berühmteste Postkartenmotiv der Niederlande

Wer Bilder der Niederlande im Kopf hat, denkt meist zuerst an die Zaanse Schans. Tatsächlich gehört sie zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes. Doch wer früh am Morgen oder außerhalb der Hauptsaison kommt, erlebt einen Ort, der weit mehr ist als eine Kulisse für Erinnerungsfotos.

👉 https://www.dezaanseschans.nl

Zwischen historischen Holzhäusern, Werkstätten und funktionierenden Windmühlen wird Geschichte lebendig. Anders als in vielen Freilichtmuseen wird hier noch gearbeitet: Handwerker fertigen traditionelle Holzschuhe, Senf wird nach alten Rezepten hergestellt und in den Windmühlen wird teilweise bis heute produziert.

Gerade diese Mischung aus lebendigem Handwerk und gelebter Geschichte macht den besonderen Reiz der Zaanse Schans aus.

Albert Heijn und Verkade – Zwei Marken, die in der Zaanstreek Geschichte schrieben

Kaum eine Region der Niederlande ist so eng mit der Lebensmittelproduktion verbunden wie die Zaanstreek.

Im Albert Heijn Museum beginnt die Geschichte des wohl bekanntesten Supermarktes des Landes. Aus einem kleinen Kolonialwarenladen entwickelte sich hier eine Marke, die heute aus dem niederländischen Alltag nicht mehr wegzudenken ist.

👉 https://www.ah.nl/over-ah/museum

Nur wenige Schritte weiter erzählt das Zaans Museum die Geschichte der Region – von den Windmühlen bis zur Industrialisierung. Besonders spannend ist die Verkade Experience, die Besucher in eine originalgetreu rekonstruierte Schokoladen- und Keksfabrik entführt. Historische Maschinen, nostalgische Verpackungen und der Duft von Kakao machen deutlich, wie eng die Zaanstreek mit der niederländischen Genusskultur verbunden ist.

👉 https://zaansmuseum.nl

Tipp: Plant für das Zaans Museum mindestens ein bis zwei Stunden ein. Die Kombination aus Regionalgeschichte und Verkade Experience ist deutlich abwechslungsreicher, als der Name zunächst vermuten lässt. Die leckeren Kekse gibts natürlich auch alle dort zu kaufen.


De Zoeker – Windkraft zum Anfassen

Ein echtes Highlight der Zaanse Schans ist der Besuch der historischen Ölmühle De Zoeker.

Viele Windmühlen dürfen zwar besichtigt werden – doch nur wenige bieten ein so intensives Erlebnis.

Der Mitarbeiter der Ölmühle hat uns alle Schritte der Ölherstellung genau gezeigt. Leider konnte bei unserem Besuch kein Öl live hergestellt werden, da der Wind leider zu schwach war. War trotzdem sehr interessant den Prozess live zu sehen.

Über mehrere steile Holztreppen geht es bis hinauf auf die umlaufende Galerie direkt unter den mächtigen Flügeln der Windmühle. Erst dort wird deutlich, welche gewaltigen Dimensionen diese Bauwerke tatsächlich haben. Die Flügel drehen sich nur wenige Meter entfernt, der Wind pfeift über die Plattform und der Blick reicht weit über die Zaanse Schans und die umliegenden Wiesen. Ein beeindruckender Moment, der eindrucksvoll zeigt, welche Kraft die Windmühlen über Jahrhunderte für die Region hatten.

Im Inneren arbeitet die Mühle noch heute nahezu wie vor Jahrhunderten. Zahnräder, Presswerke und mächtige Holzkonstruktionen werden ausschließlich durch Windkraft angetrieben und pressen Öl aus Saaten – ein faszinierendes Beispiel dafür, wie innovativ die Niederlande bereits im 17. Jahrhundert waren.

👉 https://www.dezaanseschans.nl/locaties/de-zoeker/


Mittagessen in der lokalen Brauerei

Nach den Eindrücken der Zaanse Schans bietet sich eine genussvolle Pause in der Bierbrouwerij Hoop in Zaandijk an. Die lokale Brauerei ist zu Fuß aus in ca. 10 Minuten erreichbar. Der Weg führt durch ein wunderhübsches Sträßchen, vorbei an den typischen, grünen Häusern und einem Skulpturengarten.

Die Küche serviert unkomplizierte, moderne Gerichte von Burgern und Salaten bis hin zu Fleisch- und Fischgerichten – perfekt für eine entspannte Mittagspause. Dazu sollte natürlich unbedingt eines der selbstgebrauten Biere ins Glas: Die hauseigene Brauerei bietet verschiedene Sorten und macht das Lunch-Erlebnis zu einem typisch genussvollen Zwischenstopp in der Zaanstreek.

👉 Brouwerij Hoop – Hoop doet Eten


Kakao liegt in der Luft

Wer die Zaanstreek besucht, wird früher oder später den Duft von Kakao wahrnehmen. Kein Wunder: Die Region zählt seit Generationen zu den bedeutendsten Zentren der Kakao- und Schokoladenverarbeitung in Europa.

Wie aus hochwertigen Kakaobohnen feine Schokolade entsteht, zeigt Smells Like Chocolate im idyllischen Zaandijk.

👉 https://smellslikechocolate.nl

Schon das kleine Café mit angeschlossenem Laden lädt zum Verweilen ein. Hier werden hausgemachte Schokoladenspezialitäten, Gebäck und kreative Getränke serviert – darunter eine herrlich cremige Iced Chocolate, die besonders an warmen Sommertagen kaum besser schmecken könnte.

Der eigentliche Höhepunkt wartet jedoch hinter den Kulissen.

Gemeinsam mit den Chocolatiers von Kin & Co, der angeschlossenen Schokoladenwerkstatt, erhalten Besucher einen spannenden Einblick in die Welt der handwerklichen Pralinenherstellung. Statt nur zuzusehen, wird selbst Hand angelegt: Unter fachkundiger Anleitung entstehen Schritt für Schritt die ersten eigenen Pralinen. Vom Befüllen der Formen bis zur Dekoration zeigt sich schnell, wie viel Präzision und Fingerspitzengefühl hinter einer guten Praline stecken.

Ob daraus gleich eine zweite Karriere als Patissier wird, sei einmal dahingestellt – Spaß macht der Workshop aber garantiert. Gerade diese Mischung aus Genuss, Handwerk und Mitmachen macht den Besuch zu einem der persönlichsten Erlebnisse des gesamten Roadtrips.

👉 Kin & Co Chocolate


Dinnertime: Regional genießen am Wasser

Nach einem Tag voller Geschichte und Handwerkskunst bildet das Restaurant Verrassing aan de Zaan den perfekten kulinarischen Abschluss.

Direkt am Fluss Zaan, ca. 10 Gehminuten vom Hotel entfernt, verbindet das Restaurant saisonale Zutaten aus der Region mit internationalen Einflüssen und moderner Kochkunst. Statt klassischer niederländischer Küche entstehen kreative Gerichte, die regionale Produkte neu interpretieren – begleitet von passenden Weinen oder regional gebrauten Bieren. Einige Gerichte muten tatsächlich eher wie kleine Kunstwerke an.

👉 https://verrassingaandezaan.nl


Tag 2 – Zaan Region – Timetable:

  • Vormittag: Frühstück im Inntel Hotel Amsterdam Zaandam | Zaanse Schans mit Albert Heijn Museum & Zaans Museum mit der Verkade Experience | Besuch in der De Zoeker Mühle
  • Mittag: Lunch in der Brouwerij Hoop
  • Nachmittag: Besuch im Café & Shop von Smellslikechocolate & Pralinenworkshop bei Kin&Co.
  • Abend: Dinner und Drinks an der Zaan im Verrassing aan de Zaan

Weitere Informationen zu allen Spots:
👉 https://www.zaans.nl


Tag 3: Amsterdam – Der perfekte Abschluss eines Roadtrips durch die Amsterdam Region


Nach zwei Tagen voller Geschichte, Genuss und kleiner Entdeckungen bilden die Grachten Amsterdams den perfekten Abschluss dieses Roadtrips. Obwohl die niederländische Hauptstadt zu den meistbesuchten Städten Europas gehört, gelingt es ihr immer wieder, Besucher mit ihrer besonderen Atmosphäre in den Bann zu ziehen.

Zwischen schmalen Grachtenhäusern, historischen Brücken und unzähligen Fahrrädern zeigt sich Amsterdam von seiner entspannten Seite. Am schönsten lässt sich die Stadt deshalb gar nicht mit einer langen To-do-Liste erkunden, sondern einfach zu Fuß. Mal führt der Weg entlang der berühmten Grachten des Grachtengürtels, mal durch kleine Seitenstraßen mit individuellen Boutiquen, Galerien und gemütlichen Cafés. Gerade abseits der großen Besucherströme offenbart Amsterdam seinen ganz eigenen Charme.


Amsterdam schmeckt – Kleine Klassiker mit großer Tradition

Wer durch Amsterdam spaziert, wird ihnen früher oder später begegnen: den typisch niederländischen Snackautomaten.

Fast an jeder größeren Straße laden die bekannten Automaten dazu ein, rund um die Uhr warme Snacks zu probieren. Hinter kleinen Klappen warten Spezialitäten wie Bitterballen, Kroketten, Frikandel oder Kaassoufflé darauf, direkt auf die Hand gekauft zu werden. Was zunächst etwas ungewöhnlich wirkt, gehört in den Niederlanden längst zum Alltag.

Vor allem die Bitterballen sollte man unbedingt probieren. Die kleinen, knusprig frittierten Kugeln sind mit einer cremigen Ragoutfüllung aus Rindfleisch gefüllt und werden traditionell mit Senf serviert. Zugegeben – geschmacklich sind sie nicht jedermanns Sache. Manche lieben sie sofort, andere brauchen vielleicht einen zweiten Versuch. Genau deshalb gehören sie aber einfach zu einem authentischen Besuch in den Niederlanden dazu.


Zeit für eine Pause an den Grachten

Mindestens genauso typisch wie Bitterballen ist eine kleine Auszeit in einem der unzähligen Cafés oder Bars entlang der Grachten.

Ob ein frisch gezapftes niederländisches Bier, ein aromatischer Kaffee oder ein Glas Jenever – der traditionelle Wacholderschnaps gilt als Vorläufer des heutigen Gins und gehört seit Jahrhunderten zur niederländischen Trinkkultur. Besonders an einem sonnigen Nachmittag gibt es kaum einen schöneren Ort, um das lebendige Treiben auf den Grachten zu beobachten und den Roadtrip entspannt ausklingen zu lassen.


Süße Versuchung: Stroopwafels

Kein Besuch in Amsterdam wäre komplett ohne eine frisch zubereitete Stroopwafel.

Die niederländische Spezialität besteht aus zwei hauchdünnen Waffeln, die mit einer warmen Füllung aus Sirup, Butter und Karamell verbunden werden. Besonders frisch vom Markt oder aus einer traditionellen Bäckerei schmecken Stroopwafels unvergleichlich besser als die abgepackten Varianten aus dem Supermarkt. Außen leicht knusprig, innen angenehm weich und karamellig – eine süße Versuchung, der kaum jemand widerstehen kann.

Süße Klassiker entdecken: Neben Stroopwafels lohnt sich auch ein Blick in die Auslagen niederländischer Bäckereien. Dort warten häufig die typisch Roze Koeken – weiche Rührkuchen mit ihrer unverwechselbaren rosa Zuckerglasur. Einfach, nostalgisch und bei den Niederländern bis heute unglaublich beliebt.


Ein fast vergessenes Architekturjuwel

Natürlich gehören das Rijksmuseum, die Grachten oder der Dam zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wer jedoch auch die weniger bekannten Ecken entdecken möchte, sollte einen Blick in das Magna Plaza werfen.

Das ehemalige Hauptpostamt aus dem späten 19. Jahrhundert zählt zu den beeindruckendsten Gebäuden Amsterdams. Während die neugotische Fassade bereits von außen beeindruckt, entfaltet das Gebäude seine ganze Schönheit erst im Inneren. Hohe Gewölbe, elegante Galerien, kunstvolle Verzierungen und historische Treppenhäuser verleihen dem ehemaligen Postgebäude eine beinahe palastartige Atmosphäre.

Obwohl heute noch einige Geschäfte im Gebäude untergebracht sind, wirkt das Magna Plaza überraschend ruhig und stellenweise fast verlassen. Gerade dadurch lässt sich die außergewöhnliche Architektur ganz ohne Menschenmassen genießen – ein kleiner Geheimtipp mitten im Zentrum.


Tag 3 – Amsterdam genießen

  • Spaziergang durch den Grachtengürtel
  • Dam & Umgebung
  • Magna Plaza
  • Stroopwafel probieren
  • Bitterballen aus dem Automaten testen
  • Kaffee, Bier oder Jenever an den Grachten
  • Heimreise über Amsterdam Schiphol

Weitere Informationen zu allen Spots:
👉 https://www.iamsterdam.com


Travel Foodies Fazit

Wer die Amsterdam Region ausschließlich auf die niederländische Hauptstadt reduziert, verpasst einen großen Teil dessen, was diese Region so besonders macht.

Haarlem begeistert mit historischem Charme, versteckten Hofjes und einer überraschend vielseitigen Genusslandschaft. Die Zaanstreek verbindet eindrucksvoll Industriekultur, Windmühlen und handwerkliche Genussmanufakturen. Amsterdam schließlich bildet mit seinen Grachten, seiner einzigartigen Architektur und seiner lebendigen Gastronomieszene den perfekten Abschluss.

Das Beste daran: Dank der hervorragend ausgebauten Bahnverbindungen lässt sich die gesamte Reise bequem und nachhaltig ohne Auto unternehmen. So entsteht ein Roadtrip, der eigentlich keiner sein muss – und gerade deshalb so entspannt ist.


Travel Foodies Tipps auf einen Blick

🏨 Unsere Hotels

  • Metzlr House, Haarlem
  • Inntel Hotels Amsterdam Zaandam

🍴 Unsere Restaurant-Highlights

  • DeDAKKAS (Haarlem)
  • Verrassing aan de Zaan (Zaandam)
  • Brouwerij Hoop (Zaandijk)

🍷 Unsere Genuss-Highlights

  • Lunch Bootsfahrt in Haarlem
  • Nieuwe Hollandse Haring
  • Wijnhandel Okhuysen
  • Smells Like Chocolate & Kin & Co
  • Stroopwafels & Roze Koeken
  • Bitterballen
  • Lokales Craft-Beer

🏛️ Unsere Kultur-Highlights

  • Teylers Museum Haarlem
  • Die Haarlemer Hofjes
  • De Zoeker (Zaanse Schans)
  • Zaanse Schans mit Albert Heijn Museum
  • Zaans Museum / Verkade Experience
  • Amsterdamer Grachten & Magna Plaza

Transparenz

Der Beitrag zu diesem Roadtrip entstand auf Einladung von Amsterdam & Partners https://www.iamsterdam.com/en/amsterdam-and-partners. Unsere persönliche Meinung sowie sämtliche Empfehlungen wurden hiervon nicht beeinflusst. Wir berichten ausschließlich über Orte und Erlebnisse, die wir selbst besucht und erlebt haben!


Weiterführende Informationen – Follow

@visithaarlem @zaans.nl @iamsterdam #amsterdamarea


Noch mehr kulinarische Spezialitäten entdecken

Von Bitterballen über Stroopwafels bis hin zu Jenever – die niederländische Küche hat deutlich mehr zu bieten, als viele vermuten.

Welche Spezialitäten man während einer Reise durch die Niederlande außerdem unbedingt probieren sollte, haben wir in unserem ausführlichen Beitrag „Niederlande – Diese Spezialitäten solltest du unbedingt probieren“ zusammengestellt. Dort findest du weitere Klassiker, regionale Besonderheiten und viele kulinarische Tipps für deinen nächsten Urlaub.

Schiffsreisen Hochseekreuzfahrten


Halong Bucht Vietnam

Kulinarische Schiffsreisen auf den Weltmeeren


Hochseekreuzfahrten eröffnen ein unvergleichliches Panorama kulinarischer Entdeckungen – von der Karibik über Mittelamerika bis nach Asien. An Bord erwartet Reisende eine große Vielfalt an gastronomischen Angeboten: von internationalen Spezialitäten über kreative Fine-Dining-Konzepte bis hin zu authentischen regionalen Gerichten, die die Kultur der bereisten Länder widerspiegeln.

Die Kreuzfahrtrouten verbinden Genussmomente auf See mit kulinarischen Erlebnissen an Land. So lassen sich lokale Märkte, Streetfood-Klassiker oder gehobene Restaurants direkt in die Reise integrieren. Hochseekreuzfahrten sind damit ideal für alle, die Komfort, abwechslungsreiche Routen und außergewöhnliche Geschmackserlebnisse auf einmal erleben möchten.


Reedereien & Routen die wir für euch getestet haben


Singapur Downtown

14 Tage Asien | TUI Cruises | Singapur – Vietnam – Hongkong – Vietnam – Singapur (in Zubereitung)

Blue Hole

14 Tage Mittelamerika | TUI Cruises | Dom. Rep. – Jamaika – Mexiko – Belize – Honduras – Costa Rica – Panama – Kolumbien – Dom. Rep. (in Zubereitung)


Schiffsreisen Flusskreuzfahrten


Viva Cruises Viva One

Kulinarische Schiffsreisen auf dem Fluss


Flusskreuzfahrten bieten eine entspannte Möglichkeit, kulinarische Vielfalt direkt vor der eigenen Kabinentür zu entdecken. Auf Routen entlang von Rhein, Donau oder Rhône trifft man nicht nur auf malerische Landschaften und historische Städte, sondern auch auf regionale Spezialitäten, die das Herz jedes Genießers höherschlagen lassen.

An Bord stehen lokale Produkte, kreative Menüs und traditionelle Gerichte im Mittelpunkt, oft ergänzt durch Wein- und Spirituosenverkostungen aus der jeweiligen Region. Flusskreuzfahrten verbinden so Genuss, Kultur und Komfort auf einzigartige Weise – ideal für alle, die kulinarische Entdeckungen mit entspanntem Reisen verbinden möchten.


Reedereien & Routen die wir für euch getestet haben



7 Tage Roadtrip von Venedig über San Marino und Bologna


Markusplatz Venedig

Roadtrip Norditalien mit San Marino


Pizza, Pasta, Gelato und ganz viel guter Vino. Das sind die ersten Dinge die uns in den Sinn kommen, wenn wir an das kulinarische Land in Stiefelform denken. Italien hat aber natürlich noch einiges mehr zu bieten als die bekannten Klassiker. Vor allem Norditalien wird als Reiseziel oft unterschätzt. Die meisten Touristen zieht es hier nur in die großen Städte wie bspw. Mailand oder Venedig. Neben der vielen kulinarischen aber auch kulturellen Highlights im Norden, eignet sich ein Roadtrip hier auch wunderbar, um eine der ältesten Republiken der Welt zu besichtigen – San Marino. Das kleine Land ist unbedingt einen Besuch wert. Wir starten unsere Reise an einem zentralen Ausgangspunkt und einem Traumziel vieler Reisender – Venedig. Von dort aus geht es weiter gen Süden in das wunderschöne Hafenstädtchen Cesenatico. Im Anschluss besuchen wir San Marino, Bologna und fahren über malerische Dörfer nach Vicenza und Bassano del Grappa bevor es wieder zurück an den Ausgangspunkt geht.

In diesem Beitrag verraten wir euch, was ihr in Norditalien unbedingt probieren müsst und natürlich, was es sich zu sehen lohnt!

[Werbung, da Nennung von Ortsnamen. Unbeauftragt und unbezahlt]


In 7 Tagen von Venedig über San Marino, Bologna und Vicenza


Markusplatz Venedig Wassertaxi

Unsere Reise beginnt Ende März am Flughafen in Venedig. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt non-stop nur ca. 1 Std. 15 Min. Die Monate März/April eignen sich hervorragend als Reisezeit für Norditalien. Das Klima ist meist schon recht angenehm (ca. 13-20 Grad) und wer nicht gerade auf die Osterferien angewiesen ist findet mit etwas Glück ein ’nicht ganz so volles Venedig‘ vor. (Wobei diese Aussage für Venedig eigentlich nie zutrifft – hier tummeln sich zu jeder Jahreszeit tausende Touristen.) Vom Flughafen in die Stadt geht’s ganz unkompliziert in ca. 20 Minuten mit dem ATVO Express Bus. Kostenfaktor ca. 8€ (Stand 2020). Die verwinkelte Kanalstadt begrüßt uns spät abends mit freundlichen 14 Grad und jeder Menge Restaurants aus denen es nach Fisch und Pasta duftet und die von uns entdeckt werden wollen. Unser Hotel liegt Nahe der Kirche Santa Maria Zobenigo. Zum Markusplatz sind es ca. 7 Minuten zu Fuß, zur Rialto Brücke ca. 10 Minuten.

Nach einer ruhigen Nacht nutzen wir den ersten Tag der Reise, um Venedig zu Fuß zu erkunden. Insgesamt haben wir für Venedig 1 1/2 Tage eingeplant bevor wir unseren Mietwagen abholen und weiterfahren. Da wir beide schon mehrmals dort waren, konzentrieren wir uns nicht nur auf die touristischen Highlights wie den weltberühmten Markusplatz mit Dom und Turm, den Dogenpalast oder die Rialto Brücke. Viel mehr haben wir einige Punkte auf der Liste, die wir unbedingt probieren bzw. sehen wollen.

Kurzum, abseits der berühmten Klassiker lohnt es sich in Venedig Folgendes zu probieren bzw. sehen:

  • Ciccheti (typisch venezianische Brötchen) mit einem Aperitivo in einem Bacari (Weinbar) genießen
  • Mit dem Wassertaxi eine Stadtrundfahrt machen (Canal Grande, Hafen etc.)
  • Sich ein Gläschen Vino in der Bar des berühmten Gritti Palace Hotels direkt am Wasser gönnen
  • Eine venezianische Maske bei einem einheimischen Maskenhersteller als Souvenir kaufen (bspw. La Commedia)
  • Eine Kugel hausgemachtes Gelato essen bspw. in der Gelateria Artigianale ‚Fantasy‘

Was sich sonst noch in Venedig lohnt: Die Seufzerbrücke, der Mercato di Rialto, eine Streetfood Tour mit einem Einheimischen, Cannaregio (das ‚einheimische‘ Viertel), die Aussichtsterasse im Fondaco dei Tedeschi.

WICHTIGER TIPP: Für alle Touren, Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten lohnt es sich unbedingt im Voraus zu buchen um Schlange stehen zu vermeiden ODER früh morgens da zu sein (vor 9 Uhr!).

Tags darauf verbringen wir den Vormittag noch in Venedig, bevor wir mit dem Bus nachmittags wieder zum Flughafen fahren und dort unseren Mietwagen abholen. Mit dem Mietwagen geht es Richtung Süden zu unserem nächsten Ziel der Reise – Cesenatico. Wir wählen die kilometermäßig etwas längere , aber viel schönere Strecke entlang der Küste (die etwas Kürzere führt über Bologna). Nach ca. 2h 45 Min. erreichen wir das hübsche kleine Hafenstädtchen. Hier gibt es nicht nur erstklassige Fischrestaurants und wunderschöne alte Segelboote im Hafen sondern auch wunderbare rustikale einheimische Küche. INTERESSANT: Der Hafenkanal der Stadt wurde von Leonardo da Vinci konzipiert. Cesenatico ist außerdem der perfekte Ausgangspunkt für San Marino oder für einen Strandausflug am nächsten Tag.


Wir genießen am Abend ein Menü, welches uns noch lange im Gedächtnis bleiben soll. Durch Zufall finden wir ein rustikales, mit einheimischen gefülltes Restaurant und entscheiden uns für das ‚Menü des Tages‘, ohne so genau zu wissen was kommt (sooo gut ist unser italienisch dann auch wieder nicht). Wir bekommen jeden Gang in einer Üppigkeit serviert, dass es uns beinahe die Sprache verschlägt. Zur Vorspeise gibt es einheimischen Käse, Wurst, frisches Tramezzini (Weißbrot) und Crescentine (Fladenbrot) serviert auf einem riesigen Holzbrett. Als Primi Piatti bekommen wir zweierlei hausgemachte Pasta. Eine Art Strozzapreti mit rotem Raddicchio und Speck sowie Tagliatelle al Ragu. Beide Portionen sind so riesig (und so überragend gut), dass wir im Zuge dessen leider unser Bistecca abbestellen müssen – schade drum – aber besser als wegwerfen! Danach gibt’s noch einen ‚kleinen Nachtisch‘ in Form von einem Stück Semifreddo (eisgekühlte Schichttorte). Nach dem Kuchen wollen wir nur noch ein Glas Grappa und in’s Bett kugeln. Doch statt einem Glas bekommt man hier gleich zwei Flaschen. Einmal Limoncello, einmal Grappa aus dem Holzfass – ‚Hier bitte, bedient euch!‘. Wir sind platt und glücklich (und völlig übergessen) und fallen ins Bett. (–> Das Restaurant heißt übrigens Osteria Trattoria al Cenacolo).

Am nächsten Morgen sitzen wir bereits früh (7 Uhr) in einem netten Café direkt am Kanal bei Espresso und Brioche – heute haben wir nämlich viel vor! Nach dem Frühstück fahren wir direkt weiter nach Rimini. Hier lohnt ein Spaziergang durch die historische Altstadt. Das gibt es unter anderem zu sehen (je nachdem wie viel Zeit euch bleibt):

  • Der Augustusbogen (gut erhaltener Ehrenbogen)
  • Der Malatesta Tempel (Kathedrale von Rimini)
  • Die Burg Sismondo (Aus dem 15. Jhdt.)
  • Die Tiberiusbrücke (Wahrzeichen der Stadt)
  • Den Palazzo dell’Arengo (am Plaza Cavour)

Danach wollen wir noch kurz zum Strand. Für ein Bad ist es zwar noch zu kalt, aber ein Besuch am Meer lohnt sich trotzdem immer für uns! Nach unserem ca. 3 stündigen Spaziergang durch Rimini fahren wir jetzt weiter nach San Marino. Es ist Mittagszeit und dementsprechend haben wir Hunger.

Die Fahrt dauert ca. 40 Minuten. In San Marino angekommen suchen wir uns erst einmal einen der vielen Parcheggios (öffentliche Parkplätze) rund um das Zentrum (wir empfehlen P9). Wir sind direkt überwältigt von der Schönheit dieses winzig kleinen Landes (das eigentlich nur aus einem einzigen Berg besteht). Ende März liegt hier sogar noch Schnee und die Temperaturen sind deutlich kühler als in Rimini.


Vom Parkplatz aus starten wir unseren Rundgang und unseren Aufstieg. San Marino ist – wie bereits angedeutet – bergig! Die Festungsanlage, die San Marino umgibt ist sehr gut erhalten und führt zu wahnsinnigen Aussichtspunkten an den drei Türmen Guaita, Cesta und Montale. Die historische Altstadt ist ebenfalls gut erhalten und besticht mit vielen kleinen Shops und süßen Cafés sowie im ‚Zentrum‘ mit dem Palazzo Pubblico. Was sich unbedingt lohnt:

  • Spaziergang entlang der Festungsmauern
  • Der Hexenpfad (creepy – hier wurden früher ‚Hexen‘ in den Abgrund gestoßen)
  • Sonnenuntergang am Piazza della Libertà
  • Der Ort Borgo Maggiore (mit der Seilbahn erreichbar) – Markt und Eisenbahntunnel

Nach einem ersten Spaziergang ist es ca. 14 Uhr und unser Magen knurrt. Wer ein Restaurant mit Ausblick und guter Küche sucht, wird das im La Terrazza finden (reservieren lohnt sich). Für wen ein Kaffee oder ein Vino ausreichend ist, der findet im In & Out einen tollen Spot für einen Drink mit Ausblick.


Als die Sonne gerade anfängt unterzugehen, machen wir uns auf zu unserem heutigen Ziel. Wir genießen einen letzten Blick auf San Marino und in ca. 1h 45Min erreichen wir Bologna. Am nächsten Morgen wollen wir die Stadt erkunden und planen dafür einen ganzen Tag ein. Die Hauptstadt der Region Emilia-Romagna wird oft unterschätzt. Dabei besticht sie mit wunderschöner Backstein-Architektur, einer der ältesten Universitäten Europas und durch viele Spitzenrestaurants. Das lohnt sich in Bologna:

  • Piazza Maggiore (der zentrale Platz der Stadt mit dem Dom Basilica di San Petronio)
  • Garisenda und Asinelli Türme (Aufstieg auf den Asinelli Turm muss vorher online gebucht werden)
  • L’Archiginassio (Stadtbibliothek – von Innen sehr sehenswert)
  • Das ‚kleine Venedig‘ (die versteckten Kanäle von Bologna)
  • Schlendern und essen im Quadrilatero (Shops, Marktstände und jede Menge gute Snacks!)

Am Abend wollen wir natürlich testen, ob es in Bologna wirklich die beste ‚Bolognese‚ der Welt gibt – schließlich kommt der Name ja nicht von ungefähr! Wir lernen zwei wichtige Dinge: Die ‚echte‘ Bolognese hat nichts mit einer Tomatensoße zu tun, wie wir sie unter dem Namen kennen. Außerdem isst man die Bolognese in keinem Fall mit Spaghetti. Die originale Pasta ‚Bolognese‘ findet ihr in den Speisekarten fast ausschließlich als Tagliatelle al Ragù. Dabei besteht die Soße eigentlich aus besten und gut gewürzten Fleisch Stücken von glücklichen Tieren und lediglich einem Spritzer Tomatenpüree. Die Nudeln sind hausgemacht, lang und mit Ei im Teig zubereitet. Korrekterweise wird nur die Gabel genutzt, um sich gekonnt die Nudeln sowie zwei, drei Bröckchen Fleisch auf die Gabel zu schieben und dann einfach nur zu genießen! Restauranttipp Bologna: Trattoria La Treccola.

(Unser ‚Originalrezept‘ für Pasta mit Bolognese Soße findet ihr hier)


Nach einem sehr leckeren Abendessen und ein, zwei guten Gläschen Vino fahren wir am nächsten Morgen nach einem kleinen Frühstück weiter in das Städtchen San Giovanni in Persiceto. Schaut euch unbedingt die Piazzetta degli Inganni an. Eine Straße, die von einem italienischen Künstler mit allerlei Illusionen an den Häuserwänden versehen wurde. Außerdem könnt ihr etwas außerhalb das Planetarium besuchen. Wir haben schon wieder Hunger und finden durch Zufall eines der besten und kuriosesten Restaurants unserer Reise. Die Grassagallina Osteria con cucina enoteca libreria. Gleichzeitig Buchhandlung, Weinhandlung und hervorragendes Restaurant für ein Mittagessen!

Gestärkt mit hervorragender Pasta, netten Gesprächen und natürlich – einem Glas Wein (in Italien übrigens typisch, auch zum Mittagessen) geht’s weiter Richtung Norden. Unser heutiges Ziel: Vicenza.

Nach ca. 1h 45Min. erreichen wir die Stadt, die als eine der ‚elegantesten Kunststädte‘ Venetiens gilt. Der berühmte italienische Architekt Palladio hat dort im 16 Jhdt. viele bedeutende Gebäude entworfen, die noch heute das Stadtbild prägen. Heute schlendern wir nur noch ein wenig durch das Stadtzentrum und freuen uns auf ein gutes Abendessen, damit wir morgen gestärkt die Stadt erkunden können.

Am nächsten Tag steht Sightseeing auf dem Plan. Das gibt es in Vicenza zu sehen und zu probieren:

  • Die Villa Rotonda (Ein Architektur-Highlight)
  • Das Teatro Olimpico (viel Geschichte aber wenig Spannung)
  • Die Basilica Palladiana
  • Die Gebäude und Paläste von Palladio (am Besten beim Stadtspaziergang bewundern)
  • Ein Gelato oder einen Kaffee mit musikalischer Untermalung auf der Piazza dei Signori
  •  Baccalà alla vicentina probieren (Ein Muss!)

Wir verabschieden uns von Palladio und Vicenza und fahren noch etwas weiter nördlich, um einen guten Freund zu treffen. Unser Ziel für heute ist Bassano del Grappa. Wie der Name bereits sagt – die Hauptstadt des Grappa! In nicht einmal 45 Minuten erreichen wir unser Ziel. Wir wohnen in einem Hotel direkt oberhalb des Zentrums der historischen Stadt.


Am Abend nimmt uns der Freund von uns mit für einen Aperitif in eine Bar, die gleichzeitig Frisör, Barbershop und hippe Aperitif-Bar ist. Etwas verrückt, aber es schmeckt. Danach fahren wir, etwas außerhalb von Bassano zu einem tollen Restaurant inmitten der Weinberge – irgendwo im nirgendwo – aber super romantisch. Im Restaurant Contrà Soarda gibt’s nicht nur eigenen Bio-Wein sondern auch tolles Essen – vom Feld / Weide auf den Tisch – in einer bezaubernden Location. Spezialität des Hauses: Rinder Tartar, welches direkt vor den Augen frisch zubereitet und verfeinert wird. Zum Abschluss gibt’s – na klar – Grappa!

Am nächsten Tag schauen wir uns in Ruhe die Stadt an. Das gibt es in Bassano del Grappa zu sehen und zu probieren:

  • Die Ponte Vecchio (Brücke aus der Renaissance von Palladio)
  • Das Poli Grappa Museum (mit Tasting)
  • Ein entspannter Spaziergang durch das Centro Storico (die historische Altstadt)
  • Der Civic Tower
  • Markt Tour und Home-Cooking Dinner mit einem Einheimischen (vorher online buchbar)

Abends fallen wir ins Bett und sind ziemlich platt von den Eindrücken der letzten Tage. Am nächsten Morgen geht es zurück in Richtung Venedig und damit zum letzten Stopp unseres Roadtrips durch Norditalien.

Nach 7 Tagen Roadtrip, Pasta, Vino und jeder Menge Geschichte und Architektur sind wir glücklich und froh, dass wir uns für diese Route entschieden haben. Italien und San Marino sind für uns immer eine Reise wert. Jede Region in Bella Italia hat Ihren ganz eigenen Charme, eigene Spezialitäten und ihre eigene Jahrhundertelange Geschichte und Traditionen – und nicht zuletzt wundervolle Menschen und Gastgeber. Obwohl wir privat und geschäftlich schon so oft dort waren, gibt es in Italien immer noch so viele Städte und Regionen, die wir noch sehen wollen und so viele kulinarische Highlights, die wir noch für euch testen wollen. Wir freuen uns schon auf’s nächste mal – dann soll es in die Region Apulien gehen 🙂 In diesem Sinne – Saluti – auf Italien!

Falls ihr Fragen, Anregungen oder Kritik zum Roadtrip habt, freuen wir uns über euer Feedback in den Kommentaren. Gerne geben wir euch auch entsprechende Restaurant-, Café- oder Hoteltipps. Schreibt uns einfach oder schaut auf unserem Tripadvisor Profil vorbei.

Wir freuen uns über eure Nachrichten!

Pasta mit Garnelen oder Lachs und Fenchel

mit Karottenstreifen in Weißwein-Butter-Zitronensoße


Pasta mit Garnelen und Fenchel

‚Manchmal sollte man sich lieber Nudeln als Sorgen machen!‘ Getreu diesem Motto stellen wir euch heute eines unserer Lieblingsrezepte aus Italien vor. Pasta, am liebsten Strozzapreti, mit Garnelen oder Lachs, Fenchel und Karotten in einer cremig, buttrigen Weißwein Zitronen Soße. Unwiderstehlich lecker! Dazu gibt’s natürlich frisch geriebenen Parmesan. Warum? Weil wir Käse lieben 😉 Die Kombination aus der säuerlichen Soße und den eher süßlichen Zutaten wie Garnelen/Lachs und Karotten bilden ein ausgewogenes Geschmackserlebnis. Der Fenchel rundet das Gericht durch seinen besonderen Geschmack wunderbar ab. Hier findet ihr das Rezept für Pasta mit Garnelen und Fenchel:


Zutaten für Pasta mit Garnelen / Lachs und Fenchel in Zitronen-Weißwein Soße:

200 gLachs oder geschälte Garnelen
1 Stck.Fenchel
200 gPasta (Strozzapreti oder Tagliatelle)
300 mlGemüsebrühe
50 gButter
1/4 Stck.Bio-Zitrone
1 Stck.Knoblauchzehe
1 Stck.Schalotte
3 ELMehl
Gewürze & Kräuter:
Oregano
Basilikum
Paprikapulver
Salz & Pfeffer (Mühle)
Thymian
Zum braten & verfeinern:neutrales Öl / Butter
Weißwein
Parmesan
Zubereitungszeit: ca. 30-45 Min. | Wie immer: Für 2 Personen

Warum empfehlen wir euch Strozzapreti? Und – was sind Strozzapreti überhaupt? Diese super leckere italienische Pastasorte ist hierzulande leider nicht so bekannt wie Penne, Rigatoni und Co. Warum? Das wissen wir ehrlich gesagt auch nicht! Die ‚Preisterwürger (ital.)‘ sind kurze, geschwungene Nudeln, die ursprünglich im nördlichen Italien beheimatet sind. Jede Region verwendet bei der Herstellung unterschiedliche Zutaten. Manchmal mit Ei oder Parmesan, manchmal nur mit Mehl und Wasser. Über die Entstehung des Namens kursieren viele Mythen. Die Wahrscheinlichste für uns? Die Kirchenmänner haben so viel von der leckeren Pasta gegessen, bis Ihnen schlecht wurde – es besteht nämlich große Suchtgefahr. Keine andere Pasta Sorte harmoniert für uns so gut mit Soße. Die Nudeln nehmen durch Ihre Form extrem viel von der Pasta Soße auf und sind deshalb ideal für Gerichte mit üppiger Soße geeignet.

Pasta mit Garnelen in Weißweinsoße

In 5 Schritten zu Pasta mit Garnelen / Lachs und Fenchel in Zitronen-Weißwein Soße

  1. Fenchel waschen und das untere, eingetrocknete Ende abschneiden. Karotte schälen und Enden abschneiden. Karotte halbieren. Fenchel der länge nach halbieren. Mit einem Sparschäler sowohl den Fenchel als auch die Karotte komplett in dünne Streifen schälen und in eine Schüssel geben.
  2. Knoblauch und Schalotte schälen und fein schneiden. In einer Pfanne mit hohem Rand Knoblauch und Schalotte mit der Butter anschwitzen.
  3. Das Mehl in die Butter langsam einrühren bis eine Schwitze entsteht. Danach mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Gemüsebrühe langsam einrühren um Klümpchen zu vermeiden. Zitrone einpressen und etwas Zitronenabrieb nach Geschmack hinzugeben. Soße würzen und Kräuter sowie Gemüsestreifen hinzugeben. Anschließend für ca. 15 Min. auf mittlerer Stufe köcheln lassen.
  4. In einer separaten Pfanne die Garnelen / Lachs in etwas Öl oder Butter anbraten bis Sie von außen leicht braun sind. Nudeln parallel nach Anleitung al dente kochen und abgießen. 2 EL Nudelwasser zur Soße hinzugeben. Soße abschmecken und evtl. nachwürzen oder noch einen Schuss Wein hinzufügen und nochmals ein bis zwei Minuten köcheln lassen.
  5. Soße auf die niedrigste Stufe stellen, Pasta in die Soße geben und unterrühren. Auf einem Teller anrichten und den Lachs oder die Garnelen darauf verteilen. Nach Geschmack mit Parmesan verfeinern.

Buon appetito!


Weinverkostung Zypern

Pasta und Vino – ein absolutes Traumpaar! Ihr seid euch unsicher, welcher Wein mit unserer Pasta mit Garnelen und Fencheln harmoniert? Dann schaut doch mal bei unserer kleinen Weinkunde vorbei! Hier erfahrt ihr die wichtigsten Fakten zum Thema Wein und Essen sowie interessante Facts über die richtige Verkostung und die verschiedenen Rebsorten.

Wir wünschen guten Appetit und viel Spaß beim Kochen!

Das Originalrezept für den italienischen Pastaklassiker


Rezept original Spaghetti Bolognese

Rezept original Spaghetti Bolognese

Es ist wohl das bekannteste Pastagericht der Welt – Spaghetti Bolognese! Dabei gibt es die bei uns so bekannte Pasta in Italien überhaupt nicht. Die beliebte Hackfleischsoße heißt im Original eigentlich Ragù (alla bolognese). Serviert wird sie auch niemals mit Spaghetti sondern mit breiteren Nudeln wie bspw. Parpadelle oder Tagliatelle. Während das Gericht hierzulande eher als „Fast Food“ gilt, dauert die Zubereitung der „echten“ Bolognese in Italien oft Stunden. Fakt ist: Eine gute Bolognese Soße benötigt zumindest ein bisschen Zeit, frische Zutaten und einen ordentlichen Schuss Rotwein! Hier unser Lieblingsrezept für italienische „Spaghetti Bolognese“ oder Pasta al Ragù:


Zutaten für klassische Spaghetti Bolognese:

250 g. [vegetarisches] Hack
200 g.Spaghetti
1 Stck.Möhre
1 DoseTomaten
1 Stck.Knoblauchzehen
1 Stck.Schalotten
1/4 Stck.Knollensellerie
3-4 Stck.Rispentomaten, klein
3 ELTomatenmark
0,2 Ltrockener Rotwein
Reibe- /Streukäse (Parmesan, Peccorino etc.)
Salz und (Steak-) Pfeffer
Hand vollItalienische Kräuter
(Oliven-)Öl
Optional:Etwas (Soja-) Milch
getrocknete Chilis (Peperoncinos)
Gesamt Zubereitungszeit ca. 30 – 90 Min, je nachdem wie lange ihr die Soße ziehen lasst

Die Spaghetti Bolognese könnt ihr natürlich theoretisch auch als ‚Fast Food‘ in ca. 30 Minuten zubereiten. Mit einer echten italienischen Bolognese hat das dann aber wenig zu tun – auch wenn es natürlich trotzdem schmeckt! Die echte Bolognese Soße benötigt mindestens (!) 60 Minuten Zeit zum einköcheln um den vollen Geschmack und die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Ihr habt die Wahl – aber das Warten lohnt sich definitiv!


In 10 Schritten zur perfekten italienischen Bolognese mit Spaghetti

  1. Knoblauch und Schalotten schälen und sehr fein hacken.
  2. Karotte und Sellerie schälen und in sehr kleine Stücke schneiden. Tomaten waschen, ebenfalls klein schneiden. Kräuter ggf. klein hacken.
  3. (Oliven-)Öl in einem Topf erhitzen und zuerst Schalotte und Knoblauch andünsten. Danach Sellerie und Karotten hinzufügen und mit dünsten.
  4. Anschließend das (vegetarische) Hack hinzugeben. Wenn das Hack durch ist das Tomatenmark hinzufügen. Kurz unterrühren und danach alles mit Rotwein ablöschen und die Rispentomaten hinzufügen.
  5. Mit Salz und (Steak-) Pfeffer ordentlich würzen und den Rotwein ca. 10-15 Minuten reduzieren lassen. (Nach ca. 5 Min. kann dann nach Belieben ein großer Schuss (Soja-) Milch hinzu gegeben und untergerührt werden – (JA, in das Original Ragù gehört sie rein!))
  6. Nun die stückigen Tomaten zugeben. Wenn die Masse zu dickflüssig ist, einfach noch einen Schuss Wasser dazu.
  7. Eine Hand voll italienischer Kräuter hinzugeben.
  8. Auf mittlerer Hitze, mit geschlossenem Deckel ca. 1 Stunde einkochen lassen. Immer wieder umrühren und evtl. Wasser zufügen.
  9. Nudeln nach Packungsangabe in Salzwasser bissfest kochen.
  10. Pasta zur Soße hinzufügen, durchmischen und nochmals mit Gewürzen abschmecken. Mit geriebenem Käse sowie je nach Gusto mit frischen Kräutern oder Peperoncinos servieren. Buon Appetito!

Weinbegleitung: Zu den Spaghetti Bolognese passt hervorragend ein mittelschwerer oder körperreicher, trockener Rotwein. Bspw. ein Primitivo oder ein Merlot. Idealerweise der Selbe, den ihr zum Kochen genutzt habt.

Lust auf Pasta aber keine Lust auf Bolognese? Dann probiert doch mal unser Rezept für Pasta mit Garnelen und grünem Spargel – das perfekte Sommergericht!


Florenz
Rom

Gemüselasagne – gesund, fresh and cheesy!


Rezept italienische Gemüselasagne

Rezept italienische Gemüselasagne

Die Paarung aus Tomate, Pastaplatten, Mozzarella und frischem Gemüse geht einfach immer – vor allem wenn sie frisch aus dem Ofen kommt! Unsere Lieblings-Lasagne ist schnell gemacht und schmeckt einfach herrlich. Dabei kann gewählt werden, ob ihr sie vegan oder vegetarisch zubereiten wollt. Wir essen sie am liebsten ohne Bechamel o.ä. und nur in Tomatensoße mit Gemüse und Käse. Hier gibt’s das Rezept für unsere Gemüselasagne.


Travel Foodies all Time Favourite Lieblingslasagne:

5-7 Stck. Lasagneplatten [Je nach Größe der Form]
1 Stck.Knoblauchzehe
1 Stck.Schalotte
1 Stck.Möhre
1/2 Stck.Knollensellerie
1/2 Stck.Aubergine
1 Stck.Zucchini
1 kl. DoseMais
1 DoseGestückelte Tomaten
1 Pck.Mozzarella
ca. 50 gStreukäse [bspw. Gouda]
[ca. 100 g Schmand oder Sauerrahm]
Salz und Pfeffer
italienische Kräuter
Olivenöl
Rotwein
Tomatenmark

Schmand oder Sauerrahm könnt ihr optional hinzugeben um alles etwas cremiger zu machen. Wir mögen es am liebsten ohne aber das ist natürlich wie immer Geschmackssache 🙂 Wahlweise kann natürlich noch Soja-Hackfleisch oder für eine echte Lasagne noch Rinderhackfleisch dazu gegeben werden. Dieses dann einfach zu Beginn mit Knoblauch und Zwiebeln mit anbraten.


In 10 Schritten zur italienischen Gemüselasagne

TIPP: Zuerst die Aubergine in kleine Stücke schneiden, in ein Sieb geben und ordentlich salzen. Nach ca. 10 Minuten abspülen und mit Küchentüchern komplett trocken tupfen. Das Salz entzieht der Aubergine das Wasser, so wird sie beim Kochen weicher und cremiger.

  1. Knoblauch, Schalotte, Sellerie und Karotten schälen und sehr fein hacken. In eine Pfanne mit Öl geben und ordentlich anbraten.
  2. Je nach Gusto ca. 2 EL Tomatenmark hinzugeben und kurz mit braten. Mit einem kräftigen Schluck Rotwein ablöschen.
  3. Sud mit Salz und Pfeffer, italienischen Kräutern und nach Belieben mit Chili [wir mögen es gerne scharf!] abschmecken und kurz einköcheln lassen.
  4. Zucchini waschen und in Würfel schneiden.
  5. Zucchini und Aubergine zum Sud hinzugeben. Kurz mitköcheln.
  6. Mais und gestückelte Tomaten zugeben. Ca. 5 Minuten einköcheln lassen. Erneut würzen, bis euch die Tomatensauce schmeckt. Wir lieben sie ordentlich gewürzt.
  7. Ein Drittel der Soße nun in die Auflaufform geben. [Wer mag kann jetzt zwischen jede Schicht ein wenig Schmand und Streukäse geben dann wird es cremiger] Nudelplatten oben auflegen.
  8. Den Vorgang wiederholen bis keine Soße mehr da ist. Mit Soße abschließen.
  9. Den Mozarella in dünne Scheiben schneiden und auf der Soße zusammen mit etwas Streukäse verteilen.
  10. Ab damit in den Ofen bei Umluft ca. 180° Grad ca. 20 Min. – je nachdem wie braun ihr den Käse mögt.

Weinbegleitung: Zu der Lasagne passt hervorragend ein italienischer Primitivo – ein mittelschwerer und fruchtiger Rotwein.


Bassano del Grappa